Immer feste druff!
Dennoch: Genau solche Fehler geben Unternehmen ein menschliches Gesicht oder anders formuliert: Sie verleihen ihm Authentizität. So wie sie von selbsternannten Social Media Evangelisten eingefordert wird. Doch was passierte? Verständnis? Nachsicht? Nein, natürlich nicht. Wie in vielen anderen Fällen zuvor schwang die Szene der Social Media Addicts die Moralkeule und senkte das Fallbeil. Auch Wochen nach dem Vorfall nutzten nicht wenige den live eingeblendeten Twitterstream beim Medienmittwoch zum “Bashen” und “Dissen” des zur “Beichte” angetretenen Vodafone-Sprechers. Was aber bitte erwartet das Web-Volk jenseits des Eingeständnisses, dass man Reaktionen falsch eingeschätzt habe? Selbstverständlich zeigt sich Herr Esener bei solchen Anlässen loyal zu seinem Arbeitgeber. Es wäre gut, wenn dem Ratschlag von Ralf Schengber (“Erst duschen, dann reden!”) auch die Dampfplauderer des Social Media “Mikrokosmos” (O-Ton Esener) ab und zu Folge leisten würden.
via blog.onetoone.de
Christoph Salzig in einer Rückbetrachtung zum "Fall Vodafone". Beim Bashing war ich vor wenigen Wochen nicht ganz unbeteiligt – im Nachhinein stimme ich ihm aber zu.
Etwas mehr Nachsicht mit Unternehmen, die nun mal häufig nur mangelnde Erfahrung in Sachen Social Media haben, wäre angebrachter – allein schon, um zentrale Bedenken von Unternehmen gezielt auszuräumen & nicht direkt "von oben" abzukanzeln. Das hilft schließlich niemandem weiter.
